Bezahlsysteme im Internet

sicher bezahlen im www

30.07.2011 - Vorsicht ist immer geboten. Worauf Sie achten sollten, um vor Cyber Kriminellen sicher zu sein. Seit Jahren gibt es im Internet einen Shopping Boom. Ob Klingelton, oder Kühlschrank. Im Netz gibt es praktisch alles, und das im Prinzip sogar rund um die Uhr. Doch beim bezahlen ist Vorsicht geboten, denn nicht jede Zahlungsmethode ist wirklich sicher, zumal im Netz auch viele Betrüger unterwegs sind.

Zahlung per Telefonrechnung

Sehr kleine Beträge bis hin zu einigen Euro kann man problemlos auch über die Telefonrechnung bezahlen. Dies wird z.B. bei Klingeltönen, aber auch bei anderen Artikeln und Diensten so gehandhabt. In der letzen Zeit hat sich diese Art der Bezahlung jedoch nicht mehr sonderlich bemerkbar gemacht, und wird vermutlich kaum noch genutzt.

Zahlung per PayPal

Zahlungen per PayPal, wo der Kunde freilich ein Konto mit einem Guthaben haben muss, sind sehr sicher und werden bei entsprechendem Guthaben auch sehr schnell (praktisch sofort) abgewickelt.

Wer jedoch kein Guthaben hat, kann es dennoch benutzen, da PayPal dann den benötigten Betrag für die Zahlung erst vom Bankkonto des Kunden abbucht, und dann auf das PayPal Konto, und von dort die Zahlung weiter leitet. Dies dauert natürlich ein paar Tage zusätzlich, während die PayPal Zahlung wenn ein Guthaben auf dem PayPal Konto vorhanden ist sofort erledigt wird.

Sowohl der Zahlungssender, als auch der Zahlungsempfänger erhalten sofort eine email, in der die Zahlung bestätigt wird. Diese Art der Zahlung wird teilweise über das Auktionshaus ebay sehr intensiv verwendet, auch weil die Zahlungen versichert sind. Kommt keine Ware, bekommt man das Geld von PayPal zurück. Eine Zahlung per PayPal kann nicht rückgängig gemacht werden - genauso wie eine normale Buchung per Bank. Bei PayPal kann jedoch der Empfänger der Zahlung diese Zahlung verweigern. PayPal bucht das Geld dann zurück zum Zahlungssender.

Wenn man sein PayPal Konto überwiegend zum Zahlungsempfang verwendet, kann man beliebig oft Guthabenbeträge auf sein "normales" Bankkonto überweisen. PayPal braucht dafür aber bis zu 1 Woche.

Zu erwähnen ist noch, dass dem Zahlungsempfänger Gebühren von ca. 2 bis 3 % der empfangenen Summe entstehen. Deswegen ist diese Zahlungsart zwar bei Kunden, nicht aber unbedingt bei Verkäufern beliebt. Oft wird versucht die Gebühren extra zusätzlich zu berechnen, indem der Artikel bei Zahlung per PayPal dann etwas teurer ist.

Zahlung per Kreditkarte

Die Zahlung mit Kreditkarte ist nach aktuellen Stand der Dinge wohl doch besser als Ihr Ruf. Der Kunde muss nur die Kartennummer und das Gültigkeitsdatum eingeben. Bei Missbrauch haftet der Aussteller, und die Chancen stehen durchaus gut, dass man sein Geld dann auch zurück bekommt. Dazu muss man die Abrechnungen regelmäßig kontrollieren, und ggf. Widerspruch einlegen.

Zahlung per Lastschrift

Oft wird auch angeboten, per Lastschrift zu zahlen. Dieses Verfahren wird von vielen Kunden ungern genutzt, ist aber letztlich sehr sicher und bequem. Der Verkäufer bucht den Betrag dann vom Bankkonto des Kunden ab. Diese Buchung muss man nur kontrollieren. Wenn da etwas nicht stimmt, man die Buchung also nicht zuordnen kann, spricht man mit dem Verkäufer, oder wenn gar nichts mehr geht, mit seiner Bank. Dort sagt man dann, dass man dieser Buchung widerspreche, und somit ist die Bank verpflichtet den Betrag zurück zu buchen. Jede kooperative Bank macht das dann auch sofort.

Zahlung per Rechnung (Zahlschein)

Die Zahlung per Rechnung ist freilich min. genauso sicher wie Lastschrift, vielleicht sogar noch sicherer. Sie wird aber lange nicht überall angeboten, was auch durchaus an der schlechten Zahlungsmoral liegt. Eine solche Zahlung kann jedoch bei der Bank nicht zurück gefordert werden. Überwiesen ist überwiesen.

Zahlung per Vorkasse

Vorkassezahlungen sind generell ein Risiko, jedoch üblicherweise nur dann, wenn der Anbieter keinen seriösen Eindruck macht. Geld, was man selber von seinem Bankkonto auf ein anderen Konto überwiesen hat (das gilt auch bei einer normalen Zahlung per Rechnung) kann man nicht mehr bei seiner Bank zurück fordern, wie oben schon angedeutet. Wenn also bei Vorkassezahlungen die Ware nicht geliefert wird, kann es passieren das man sein Geld los ist, und dennoch keine Ware bekommt. Hier hilft dann nur eine Klage, die kann zeitaufwändig und damit teuer und nervenaufreibend sein.

Zahlung per Geldtransfers (Western Union)

Von Geldtransfers wie z.B. Western Union wird nach aktuellen Stand der Dinge fast immer abgeraten, wenn es z.B. um die Bezahlung von Waren geht. Es hat sich leider gezeigt, das diese Dienste oft von Betrügern genutzt werden, wobei also die Schuld hier nicht beim Service (z.B. Western Union) liegt, sondern eben beim Betrüger.

Den Firmen selbst ist also nichts vorzuwerfen. Generell leisten diese Dienste einen guten Service z.B. für Schnellüberweisungen ins Ausland. Das Problem - und daher auch die Betrügerschaar - ist nur, dass im Nachhinein nicht mehr nachgewiesen werden kann, wer das Geld abgehoben hat. Es gibt da einfach zu wenig Kontrollen.

PIN und/oder TAN weiter geben?

Zahlung per PIN und TAN an Dritte; auf keinen Fall sollten man seine PIN und/oder TAN Zahlen an Dritte weiter geben. Das ist grob fahrlässig, und verstößt sogar gegen die Nutzungsbedingungen der Banken. Im Falle eines Missbrauches gibt es somit selbstverständlich kein Geld zurück.

Auch dies sollte man beachten

Wer mit dem PC / Notebook, ggf. auch von unterwegs per Onlineverbindung eine Zahlung vornimmt, der muss selbstverständlich auch dafür sorgen, dass sein PC auf dem neuesten Stand ist. Nach aktuellen Stand der Technik gehen die Profis also davon aus, das es u.U. fahrlässig sein kann, seinen PC, also z.B. Windows, nicht auf dem neuesten Stand zu halten.

Regelmäßiges updaten des Betriebssystems ist also wichtig, und auch die Firewall sollte aktiv sein. Natürlich muss auch der Virenscanner immer auf dem neusten Stand sein, und Anhänge von unbekannten emails sollte man nicht öffnen. Am besten man schaltet das Emailprogramm um auf "reine Textnachrichten". In dieser Art der Ansicht sehen die emails zwar nicht so schön aus, ein böser Absender hat so aber weniger Chancen das System anzugreifen.

Was könnte die Zukunft sein?

Möglicherweise werden sich sogenannte Smartcarts etablieren. Diese werden über ein Kartenlesegerät an den USB Anschluss gesteckt, und der Kunde braucht nur eine dafür ausgelegte Geldkarte, die er jederzeit am Bank-Terminal wieder aufladen kann. Man geht heute davon aus, das diese Methode recht sicher ist.

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