Begriffserklärungen

SQL

SQL; (Structured Query Language) ist derzeit die populärste Datenbanksprache. Eine Datenbanksprache stellt eine Reihe von Befehlen dar, mit dessen Hilfe Daten erstellt, gespeichert, gelesen, und gelöscht werden können. SQL wurde 1974 von IBM als Sprache des relationalen DBMS System R entwickelt. SQL wurde 1886 als ANSI Standard verabschiedet, und 1987 von der ISO übernommen. SQL wird heute in verschiedenen Sprachvariationen (Syntaxen) angeboten. SQL selber ist keine Datenbank, sondern wie schon erwähnt lediglich eine Datenbanksprache. Stellen Sie sich das so vor, das unterschiedliche Datenbankmanagementsysteme mit unterschiedlichen "Sprachen/Befehlen" gesteuert (Daten erstellt....Daten abgefragt....) werden. Eine Stärke von SQL liegt in der Tatsache, daß es sehr nahe an einer natürlichsprachlichen Formulierung eines Befehls liegt. Beispiel einer Anfrage; liste alle Namen und Vornamen der Datenbank "Adressen", die im Ort "Hunteburg" wohnen. => SELECT Name, Vorname FROM Adressen, WHERE Ort = Hunteburg.

Datenbank

Datenbank (DB); integrierte und strukturierte Sammlung von Daten, die allen Benutzern eines Anwendungsbereichs als gemeinsame und verläßliche Basis aktueller Information dient. Rein physikalisch befinden sich derartige Daten in Dateien z.B. auf der Festplatte eines Computers. Üblicherweise werden unterschiedliche Daten dabei in unterschiedlichen Dateien gespeichert, z.B. könnten Adressen in einer Datei gespeichert sein, während Artikel in einer weiteren Datei gespeichert werden. Eine Datenbank besteht also üblicherweise aus mehren Datendateien, kann aber auch aus einer einzigen Datendatei bestehen. Zwischen den einzelnen Dateien können Relationen bestehen, dazu später mehr. Die Datenbank verwaltet selber die Daten. Beim lesen oder speichern von Daten werden z.B. keine Datensatz Nummern angegeben. Man "sagt" der Datenbank einfach, sie solle diese und jene Daten speichern. Wie und wo sie das macht, kann z.T. festgelegt werden, z.T. kümmert sich darum die Datenbank selber. Stellen Sie sich zur Veranschaulichung vor, Sie hätten einen Diener. Diesem sagen Sie, er solle das Essen bringen, Ihnen Tee eingiessen, usw.. Sie brauchen dem Diener nicht sagen, welches Essen er bringen soll, oder wo er es auftischen soll. Er weiss dies selber...

Datendefinitionssprache

Datendefinitionssprache (DDL); Anlegen und Ändern der Datenstrukturen (=Datenbank(en) = Datendatei(en)) für die drei Ebenen einer Datenbank (externe Ebenen, konzeptionelle Ebene, physische Ebene): Definition von Relationenschemata, Löschen von Relationen, Erzeugen von Indizes, Modifikation von Relationenschemata, Erzeugen von Sichten. Festlegen von Integritätsbedingungen. Festlegen von Zugriffsrechten (Autorisierung). Quikbase 3000 erwartet bewusst nur ein Minimum an Sprachkenntnisse. So verzichtet Quikbase 3000 bewusst auch auf spezielle Datentypen. Daten innerhalb Quik Base 3000 werden sinnvollerweise verschlüsselt gespeichert, können auf ausdrücklichen Wunsch aber auch im Klartext gespeichert werden.

Datenmanipulationssprache

Datenmanipulationssprache (DML); Operationen zum Einfügen, Verändern und Löschen von Informationen). Mit diesen Funktionen können Sie neue Zeilen (= Datensätze = Tupel) in vorhandene Tabellen (=Datanbank(en) = Datendatei(en)) einfügen, verändern, löschen. Wenn Sie also eine Datenbank haben, in der nur die Felder "Name und Vorname" vorhanden sind, so können Sie problemlos nachträglich div. Felder (z.B. Strasse, Ort...) hinzufügen. Dabei gehen freilich keine bereits vorhandenen Daten verloren. Das sich dabei der rein physikalische Dateiaufbau verändert ist unerheblich für jetzige oder spätere Abfragen der Daten. Weiterhin kommt hier der Vorteil der Datenbankabfragesprache "SQL" zum Vorschein. Hier können Sie auch rel. komplexe Abfragen an Quikbase 3000 übergeben, und erhalten schnellstmöglich Antworten.

Datenbankmanagementsystem

Datenbankmanagementsystem (DBMS); All-Zweck-Softwaresystem, das den Benutzer bei der Definition, Konstruktion und Manipulation von Datenbanken (= Dateien mit Daten) für verschiedene Anwendungen applikationsneutral und effizient unterstützt. Menge von Programmen zur Verwaltung und zum Zugriff auf die Daten in der DB. Softwareschicht zwischen physischer Datenbank/Betriebssystem (DB) und dem Benutzer.

Datenmodell

Relationen; Dabei handelt es sich um "Verhältnisse" zwischen den Daten, üblicherweise zwischen den Datendateien = Datenbank(en). Eine Warenwirtschaft z.B. wird min. eine (meist 2) Datendateien für die Aufträge verwenden. Der Einfachheit halber gehen wir von einer Datei aus. Diese Aufträge enthalten also div. Daten, z.B. welcher Kunde gehört zu diesem Auftrag, oder welche Positionen sind in diesem Auftrag. Derartige Informationen werden üblicherweise nicht real als Daten gespeichert, sondern lediglich als "Verweise" (= Relationen). So wird in dieser Auftragsdatei (Datenbank hier = eine Datei) z.B. nur die Kundennummer gespeichert. Die Datenbank kann eine Relation zur zugehörigen Adresse herstellen, und diese anzeigen. Auf diese Weise können (und werden üblicherweise) das vorhandensein doppelter Datenmengen verhindert.

Datenmodell

Datenmodell; Beschreibung der Struktur einer Datenbank (Datentypen, Beziehungen, Bedingungen). Dient zur Beschreibung der Datenobjekte, zur Beschreibung der Beziehung zwischen den Daten und zur Festlegung der anwendbaren Operationen und deren Wirkung (Semantik).