Windows 8

Microsoft Windows 8

28.08.2011 - bmmh - Microsoft hat sein jüngstes Kind, nämlich Windows in der neuen Version 8 vorgestellt. Es handelt sich um den Nachfolger von Windows 7, und Windows 8 ist von Grund auf neu gestaltet worden, denn einen Startbutton mit Menü und Taskleiste findet man nicht mehr. Auch die Technik dahinter ist überwiegend neu, denn Windows 8 lässt sich nun auch erstmals problemlos auf die beliebten Tablett PCs betreiben, beherscht es nun auch alle wichtigen Touchfunktionen, incl. dem beliebten "Multitouch", bei dem zwei Bereiche des Bildschirms gleichzeitig berührt werden können, z.B. um geniale Zoomeffekte zu erzeugen.

Windows 8 komplett anders als Windows 7

Statt ICONs für die Programme gibt es jetzt "Live Kacheln". Darstellungen und Suchvorgänge können nun weitreichend angezeigt werden, egal ob die Daten local oder über ein Benutzerkonto (Flickr, Facebook usw.) vorhanden sind. Man merkt gar nicht auf Anhieb, ob die Daten nun local oder in der sog. "Cloud", also irgendwo im Internet vorhanden sind. Dies ist eindeutig ein Trend der Zeit. Doch ständig online zu sein, kann auch Gefahren mit sich bringen. Windows 8 wird komplett per Touchscreen gesteuert, erfordert also - eigentlich - einen neuen, modernen PC, kann aber auch per Maus und Tastatur bedient werden. Das System Windows 8 läuft natürlich auf alle gängigen sog. x86er Prozessoren, also alles was Intel komp. ist. Aber erstmals werden auch ARM Prozessoren unterstützt. Diese in britischer Lizenz von verschiedenen Chipherstellern gebauten Chips haben viele Vorteile. Wenig Energiebedarf, und ein optimierter Befehlssatz (RISC - Reduced Instruction Set Computer) sorgen für mächtig Power und Speed. Weiterhin ist durchgedrungen, das - verständlicherweise - auch Windows 7 Programme in der neuen 8er Version laufen. Mit entsprechenden Kenntnissen ist es jedoch möglich, mittels eines kleinen sog. "Hacks" auch den altbekannten Desktop zurück zu holen :-)

Auch ein App Store ist nun verfügbar

Wie bei Apple schon lange üblich, bietet nun auch MS einen App Store an - hier unter dem Namen Windows Store. Anwendungen für Windows 8 - die Apps - sollen (angeblich) besonders einfach und schnell mit entsprechenden Entwicklungssoftwarewerkzeugen programmiert werden können. Na das ist doch mal ne gute Nachricht :-)

Seit Juni 2009 in Arbeit

Seit Juni 2009 arbeitet Microsoft an diesem Betriebssystem mit dem Codenamen "8". Das ist also schon länger in Arbeit als der Veröffentlichungstermin von Windows 7. Von Windows 7 gibt es rund 450 Millionen verkaufte Lizenzen. Über 500 Millionen Nutzer sind beim Windows Live Dienst angemeldet. Da ist der Druck durchaus groß, denn man will es allen recht machen mit der neuen Version. Keine leichte Aufgabe. Warten wir ab, ob es MS geschafft hat.

Vorabversion per Download

Noch im September soll es eine (kostenlose) Demoversion von Windows 8 per Download geben. Allerdings werden diese Demoversionen ab Verkaufsstart der offiziellen Windows 8 dann wohl nicht mehr korrekt funktionieren, also auslaufen. Die Testphase soll diesmal erheblich länger dauern, als noch bei der Windows 7 Version. Erst im Herbst 2012 soll Windows 8 offiziell zu kaufen sein.

Windows 8: mehr eingebauter Schutz gegen Viren

Die neue Windows 8 soll bereits ohne zusätzlich installierte Schutzsoftware (Antivir...) sicherer gegen Viren, Würmer und Angriffe behüten, als die Windows 7 mit solcher Software. Wie ist das möglich? Der Windows Defender ist bereits seit ein paar Versionen dabei und wird ständig weiter entwickelt. Er bot jedoch bisher keinen umfassenden Schutz. Die optionale und kostenlose Security Essentials von Microsoft bietet weiteren Schutz. All diese und sogar noch weitere Schutzfunktionen werden in Windows 8 bereits onboard integriert sein. Sogar das booten von infizierten externen Bootquellen (CD-Rom, USB Stick) soll - angeblich - erkannt und gestoppt werden. Dies alles klingt erstmal gut, verstimmt aber unweigerlich Antivir Softwarehersteller.

Noch mehr zum Thema "Sicherheit"

Windows 8 ist ganz auf webbasiertes arbeiten ausgelegt. Wie schon erwähnt, ist das ein Trend der aktuellen Zeit. Doch Vorsicht: nicht immer ist es gut und sinnvoll, ständig an das Internet angebunden zu sein. Denn immer dann gibt es auch die Gefahr, gehackt zu werden. Und es gibt so viele Aufgaben am PC zu erledigen (z.B. im Büro) wo nicht, oder nur vorrübergehend eine Internetanbindung erforderlich ist. Warum also hier ein Risiko eingehen, mag man sich fragen?

neue, zusätzliche Programmiermethoden

Neben klassischen Windows 8 Programmen - den Apps - die in den etablierten Sprachen wie C, C++, C#, oder auch in Basic und Pascal Dialekten geschrieben werden, können solche Apps auch in Java erstellt werden. Übrigens, solche Apps, die speziell für Windows 8 erstellt wurden, laufen nicht in Fenstern, sondern im Vollbildmodus. Leider ist nach aktuellem Wissenstand offenbar kein Drag and Drop, also keine oder kaum Kommunikation zwischen Anwendungen möglich. Die neue Windows Runtime (WinRT) erlaubt genau dies und vieles mehr nämlich nicht. Nun ist es nämlich z.B. auch möglich, Anwendungen in einer klassischen Webprogrammiersprache (HTML, PHP, CSS, JavaScript, usw.) zu erstellen. Da fragt man sich als Entwickler, wofür dann noch das gute alte .NET Framework gut sein soll, welches doch bisher gute Dienste geleistet hat. Ob die neue Runtimeumgebung (WinRT) erfolgreich sein wird?

Per Knopfdruck im Auslieferzustand

Wir kennen das ja alle: im Laufe der Zeit sammeln sich massenweise Daten und Datenmüll an, die das System immer mehr einlullen und die Geschwindigeit drosseln. Dies kommt daher, weil MS meint, dass sich die Programme alle schön in der Registry eintragen sollen, was rein technich überhaupt nicht notwendig ist. Bei Windows 8 hat man sich - endlich - auch dieses Problemchens angenommen. Wird beim booten von Windows 8 die Windows Taste (ja genau, die mit dem Fensterchen :-) gehalten, erscheint ein Menü. Hier kann man div. Optionen auswählen, z.B. auch eine mit dem Namen "Windows im Auslieferzustand zurück setzen". Dabei werden zunächst alle persönlichen Daten gesichert, die hinterher auf Wunsch auch wieder eingespielt werden können. Auf jeden Fall kann man so seinen PC offenbar unbedenklich weiter geben, z.B. beim Verkauf, ohne mühsam alles neu einrichten zu müssen, und ohne ewig suchen zu müssen, ob noch private Daten / Informationen zurück geblieben sind. Die Gerüchte, die deutsche Version von Windows 8 würde "Fensters 8" benannt, konnten jedoch nicht bestätigt werden :-) Wer hat denn sowas vermutet?

Auch auf dem USB Stick lauffähig

Eine Installation auf einem USB Stick ist möglich. Dabei entsteht eine "Windows to go" Version, in der man auch seine komplette Arbeitsumgebung einrichten kann, und mit sich führen kann. So wie beim Coffee to go, den man auch mal eben zwischendurch "mit sich führt" :-) Das Ganze ist dann im Prinzip auf jeden (fremden) PC direkt startbar. Eine solche Windows 8 Version soll es angeblich (kaum zu glauben) sogar überleben, wenn man im Betrieb den USB Stick (versehendlich) abzieht. Eine Verschlüsselung ist auch möglich, z.B. mit Bitlocker.

Virtualisierung möglich

In Windows 8 gibt es auch - zumindest in den größeren Versionen - eine Virtualisierungssoftware, Hyper V genannt. Mit Virtualisierung ist gemeint, das man mehrere Betriebssysteme, bzw. in diesem Fall mehrere Versionen von Windows 8, oder Teile von Windows 8 in virtuellen Prozessen (auch Rollen genannt) realisieren kann. Auf diese Weise können mehr Aufgaben gleichzeitig durchgeführt werden, und ein Server kann besser ausgelastet werden.

Sogar XBox Live ist integriert

XBox Live ist ein Spiele Netzwerk von Microsoft, welches nun auch in Windows 8 Einzug hält. Damit haben Windows 8 Benutzer nun einen Zugriff auf Musiktitel, Spiele(funktionen), Spiel-Filme und TV-Shows. So können diese Funktionen nun auf einen Windows (8) -Rechner gestreamt, bzw. heruntergeladen werden. Weitere Details sind aktuell nicht durchgedrungen.

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